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Du willst gut schlafen, nette Leute treffen, eine spektakuläre Aussicht genießen, nicht zu viel Geld loswerden und das echte Südamerika kennenlernen? Wenn du demnächst auf Reisen gehst, check mal diese fünf Hostels aus…

1. Surfhotel Jump’n Jibe, Isla Margarita, Venezuela

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Ein Hostel für Surfer, direkt am beliebtsten Strand von Venezuela, mit Blick auf Palmen und das blaue Meer, das gerade mal 50 Meter entfernt ist? Wer im Jump’n Jibe einbucht, bekommt all das, für umgerechnet etwa 10 Euro die Nacht. Dafür gibt es dann auch noch ein einfaches, aber leckeres Frühstück mit frischen Früchten, das du im grünen Hostelgarten genießen kannst, während du den Tag planst – wenn du nett fragst, machen dir die Angestellten auch ein Omelett, genau wie du es magst.  Das Hostel bietet dir die Möglichkeit, dein Surfequipment entweder mitzubringen oder direkt vor Ort zu mieten. Die bunten Zimmer versprühen Karibikcharme, und abends kannst du den Wellen zuhören, in denen du vorhin noch gebadet hast.

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Das Hostel liegt am Playa Yaque, einem der besten Kitesurfreviere der Welt, auf der kleinen Promenade findest du tolle Restaurants und kleine Läden für Surfbedarf und Souvenirs. Abends gibt es tolle Livemusik am Strand, währende du dein Essen genießt. Ausflüge, zum Beispiel auf die Nachbarinseln oder zur nahen Lagune kannst du problemlos überall für einen schmalen Taler buchen, so kostet ein all-inclusive Trip zur Insel Cubagua etwa 10 Euro. Ein Highlight war für mich auch die kleine Hostel-Bibliothek mit vielen guten Büchern – lass deins doch einfach da, wenn du es ausgelesen hast, dann freut sich ein anderer und dein Rucksack ist ein bisschen leichter.

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Die Isla Margarita besuchst du am besten von September bis Dezember, dann ist in Venezuela Nebensaison, und die Strände gehören quasi dir. Nur am Wochenende wird es dann voll, denn Flüge sind in Venezuela spottbillig, und auch die Einheimischen lieben ihre Isla Margarita. Ach ja: Wenn du unbedingt online gehen willst, es gibt ein kleines Internetcafé auf der Promenade, eine Stunde kostet dich etwa 70 Cent.

2. El Viejo Lobo, Cabo Polonio, Uruguay

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Wenn du auf unberührte Natur stehst und gerne dort hinreist, wo noch nicht unbedingt alle Welt schon vor dir war, fahr nach Cabo Polonio. Das Dorf zählt im südamerikanischen Winter etwa 70 Einwohner und liegt auf einem meer-umtosten Felsen mitten in einem Nationalpark. Es gibt wahrscheinlich mehr Seelöwen dort als Menschen, aber genau das macht den Reiz dieses Ortes aus – und auch des Hostels Viejo Lobo. Ein bisschen erinnert die kleine Hütte an das Lebkuchenhaus aus dem Märchenbuch, und drinnen wird es dank eines Holzofens abends tatsächlich kuschelig warm – definitiv ein Highlight, aber die Nächte am Meer sind meist mild, und wenn es klar ist, kann man wunderbar stundenlang in die Sterne gucken.

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Die Nacht in einem der drei kleinen Dorms bekommst du für etwa 7,50 Euro, dafür gibt es jede Menge Hippie-Flair und eine kleine Gemeinschaftsküche dazu, in der du mit den anderen Gästen kochen kannst – der Viejo Lobo ist für Leute wie dich gemacht, hier lernst du auf jeden Fall tolle Menschen kennen. Das Hostel ist definitiv etwas für Puristen: Strom kommt aus einem kleinen Windrad, warmes Wasser gibt es manchmal, Internet nur über das Handy von Luís, der das Hostel zusammen mit seinem Vater betreibt.

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Hierher kommst du am Besten, wenn du wirklich mal eine Pause vom Lärm der Welt brauchst. Man kann in den Dünen des Nationalparks stundenlang wandern und wunderbar im Meer baden und die Seelöwen beobachten, aber sonst gibt es nur dich und die Ruhe. Man sagt, viele ehemalige Touristen sind heute die Leute, die in Cabo Polonio wohnen – fahr hin, und du wirst verstehen warum.

3. Media Luna, Cartagena, Kolumbien

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Cartagena ist wohl eine der wunderbarsten Städte in Kolumbien und ganz Südamerika und versprüht karibisches Flair an jeder Straßenecke. Das Media Luna ist das perfekte Hostel für dich, wenn du gerne nette Menschen aus aller Welt kennen lernen möchstest und auf wilde, endlose warme Nächte stehst. Alle Zimmer gehen raus auf den großen, palmenbestandenen Innenhof, wo man sich entweder im hosteleigenen Pool oder in der großen Gemeinschaftsküche trifft. Dort kann man wunderbar zusammen kochen und Schlachtpläne für das nächste Abenteuer entwerfen.

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Für etwa 8 Euro pro Nacht bekommst du außerdem einen Gemeinschaftsraum mit Fernseher und Internet (es gibt auch WiFi) und mittwochs eine Party auf der Dachterrasse des Hostels, zu der die ganze Stadt auf einen Besuch vorbeikommt. Täglich gibt es Ausflüge, die du extra buchen kannst, sogar dreitägige Kurztrips nach Panama werden hier angeboten. Das Personal ist sehr freundlich und hilft dir auch sonst gerne bei allem. Die Altstadt von Cartagena ist zu Fuß nur zehn Minuten entfernt, hier kannst du dich vom kolonialen Charme, den Cartagena ausmacht, verzaubern lassen – nicht umsonst steuern sämtliche Karibikkreuzfahrten Cartagena an.

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Besuch auf jeden Fall die Tangobar „Donde Fidel“, hier wird bis in die frühen Morgenstunden getanzt und es gibt günstige, karibisch starke Drinks. Auch die umliegenden Bars bitten bei bester Livemusik, teilweise sogar mit Big Bands, zum Tanz. Im Media Luna scheint die ganze Welt unter einem Dach zuhause zu sein – definitiv die beste Wahl, wenn du einen Cartagena-Besuch planst.

4.Secret Garden, Quito, Ecuador

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Mit einem Blick über die gesamte Altstadt Quitos und seiner zentralen Lage punktet das Secret Garden, dazu mit einem leckeren Frühstück, dass du auf der Dachterrasse des Hostels genießen kannst – den beschriebenen Ausblick gibt es gratis dazu, das alles für etwa 8 Euro die Nacht. He, das Haus ist sogar als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen und hat schon mehrere Hostelwettbewerbe gewonnen, und WiFi gibt es auch genügend für alle. Das Secret Garden bietet sogar Spanisch-Kurse an, und über ein eigenes Reisebüro im Erdgeschoss kannst du günstig deinen nächsten Ausflug buchen.

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Zum Beispiel zum Cotopaxi, dem zweithöchsten Vulkan von Ecuador, einen Tagestrip inklusive Downhill-Mountainbiking und Verpflegung gibt es schon ab 40 Dollar. Im Sommer wird auf der Dachterrasse des Hostels gegrillt und kalte Getränke gibt es zu vernünftigen Preisen, dazu den ganzen Tag über umsonst Kaffee und Tee. Wenn du im Hostel abendessen willst, sag einfach morgens am selben Tag Bescheid – eine Gemeinschaftsküche habe ich nicht gesehen.

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Die wunderbare Altstadt von Quito liegt direkt vor deiner Nase und selbst nachts ist es hier absolut sicher, sich zu bewegen. Besonders beeindruckend sind die vielen Kichen – wenn du mutig bist und schwindelfrei, steig doch mal in einen der Türme und genieß die Aussicht. Besonders die Basílica del Voto Nacional ist hier zu empfehlen. Und wenn du dich traust – viele Restaurants bieten Meerschweinchen an.

5. La Angostura, Villa La Angostura, Argentinien

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Mitten in der gewaltigen und absolut grandiosen Natur von Patagonien liegt diese Hostel-Perle, ein uriges Blockhaus im Wald, das vom großen Kamin über eine noch größere Gemeinschaftsküche, gratis WiFi, einem Billardtisch, Dart und netten Leuten aus aller Welt bis hin zu fantastischen Ausflusgzielen alles bietet, was der Backpacker sich wünschen könnte. Mit etwa 13 Euro ist das Hostel etwas teurer, aber es lohnt sich: Patagonien bietet die wunderbarste Natur, die ich selber jemals erleben durfte, auch wenn es hier eigentlich nur zwei Farben gibt: Das Blau des Himmels und der Seen und das Grün der tiefen Wälder.

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Gönn deiner Seele hier eine Pause von deinen Abenteuern und komm einfach mal runter – Villa La Angostura ist der perfekte Ort dafür. Er liegt direkt am Nahuel Huapi, einem See, der so gigantisch groß ist, dass er sogar sein eigenes Ungeheuer von Loch Ness hat – Nahuelito wird der Legenden-Drachen von den Einheimischen genannt. Im Nationalpark Los Arrayanes wirst du wunderbare stundenlange Wanderungen genießen, ohne auf viele andere Menschen zu treffen – aber vielleicht begleitet dich einer der Straßenhunde.

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Im Hostel kannst du viele Touren buchen wie zum Beispiel Kayaking oder eine Überfahrt ins benachbarte Chile (leider extrem teuer), oder brich mit einer geführten Tour zu einem der Gletscher wie dem Tronador auf. Angelfreunde (wie ich) kommen in Patagonien extrem auf ihre Kosten, die Lizenzen gibt es günstig zu erwerben, und dafür zieht man dann schon mal einen fetten Saibling oder eine Forelle aus dem Wasser.

Und jetzt viel Spaß beim Reise-Planen, ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen helfen…

 

 

 

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